Freitagabend. Ich habe mir einen deutschen Film angesehen. Daniel Brühl spielt ein verwirrter Jung und ist in Liebe aufgewühlt. Die Story ist wie eine moderne Version von Goethes "Die Leiden des jungen Werther." Es handelt sich um die erste Liebe, den ersten Sex, die Enttäüschung von der Welt, von der Liebe, von den Freunden, den Treuebruch.
Wenn ich zehn Jahre jünger wäre, wäre ich tief berührt. Aber nun kann ich mir mit dieser Art Film nicht so gut vertragen. Bin ich der welt gegenüber äußerst misstrauisch?
Älterwerden bedeutet wohl eben, dass man nicht so simpel berührt sein kann. Oder bedeutet es eben, dass man schon zu viel erfahren hatte und deshalb imstande ist, mit der Welt leichter zurechtzukommen?